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Europäische Regionen setzen auf die Schiene |
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13. Oktober 2009 - Zum starken Engagement Wiens für die 'Magistrale für Europa' (Hochleistungsbahn zwischen Paris und Bratislava), im Zuge derer auch der neue Hauptbahnhof von der EU kofinanziert wird, kommt jetzt der Einsatz für eine europäische Nord-Süd-Verbindung: den 'Baltisch-Adriatischen Korridor' zwischen der Ostsee und der Adria. Mit einer solchen Verbindung kann Wien - zusammen mit der Twin City Bratislava - zum wichtigsten Hub im südlichen Zentraleuropa werden.
Wiens Verkehrsstadtrat Rudi Schicker hat innerhalb Österreichs die Initiative der Steiermark sofort aufgegriffen und unterstützt. Für Wien nahm Gemeinderat Omar Al-Rawi am vergangenen Dienstag Abend an einer Veranstaltung im Europäischen Parlament in Brüssel teil, zu der sich EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani, acht Landeshauptleute und Regionalpräsidenten sowie zahlreiche hochrangige Mitglieder von Landesregierungen aus den betroffenen europäischen Regionen eingefunden hatten.
Die Vertreter der Regionen unterzeichneten im Rahmen der Veranstaltung eine Deklaration, in der ein gemeinsames Engagement für den Baltisch-Adriatischen Korridor fixiert wurde. Der Baltisch-Adriatische Korridor (BAK) ist eine Eisenbahnhochleistungsstrecke vom Ostseehafen Danzig über Warschau und Katowice nach Wien, Graz, Klagenfurt und Villach bis nach Udine, Venedig/ Triest und Bologna. Die Adriahäfen sind dabei die Anknüpfungspunkte zum Weitertransport von Waren über den Suezkanal bis nach Asien. Derzeit wird nur die Strecke von Danzig bis Wien im Rahmen der 2004 festgelegten Prioritäten der Transeuropäischen Netze (TEN) als 'TEN-Projekt 23' mit 20 Prozent der Baukosten von der EU gefördert. Das Gleiche will die Initiative jetzt für den südlichen Teil der Strecke erreichen. Die Überarbeitung der TEN-Prioritäten, die die EU-Kommission 2010 vorschlagen will, bietet die große Chance, mehr EU-Gelder für Österreich zu lukrieren.
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